| Beschreibung |
Am 2. Mai 2019 rief die Stadt Konstanz als erste Kommune in Deutschland öffentlichkeitswirksam den Klimanotstand aus und positionierte sich damit in einer Reihe internationaler Städte wie Basel, Los Angeles, Vancouver oder London. Sieben Jahre nach dieser symbolträchtigen Entscheidung bietet sich die Gelegenheit, eine analytische Zwischenbilanz zu ziehen und der zentralen Frage nachzugehen, welche klimapolitischen Handlungsspielräume Städten tatsächlich zur Verfügung stehen. Im Mittelpunkt des Projekts steht eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Stadt Konstanz als Fallbeispiel kommunaler Klimapolitik. Anhand dieses Beispiels werden politische Zielsetzungen, institutionelle Rahmenbedingungen sowie konkrete Maßnahmen der Klimaanpassung und Klimaminderung untersucht und diskutiert. Aufbauend auf dieser Analyse entwickeln die Studierenden eigenständige konzeptionelle Ansätze für räumliche und politische Maßnahmen zur Weiterentwicklung kommunaler Klimapolitik. Gleichzeitig wird der lokale Fall in eine globale Perspektive eingebettet: Weltweit sehen sich Städte mit vergleichbaren Herausforderungen konfrontiert, agieren jedoch unter unterschiedlichen politischen, rechtlichen und räumlichen Voraussetzungen. Das Projekt nimmt daher auch internationale Beispiele in den Blick, um unterschiedliche Strategien urbaner Klimapolitik vergleichend zu analysieren und Lernpotenziale zwischen verschiedenen Kontexten herauszuarbeiten. Auf dieser Grundlage reflektieren die Studierenden die Rolle von Städten als eigenständige, zunehmend global agierende Akteure der Klimapolitik und diskutieren, inwiefern kommunales Handeln zwischen symbolischer Politik, strukturellen Begrenzungen und transformativen Gestaltungsansprüchen verortet ist. |