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SoSe 2026

Bodenlosigkeit. Politische Phänomenologie, Medientheorie und das Tun der Dinge - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar SWS 2
Veranstaltungsnummer 426110019 Max. Teilnehmer/-innen
Semester SoSe 2026 Zugeordnetes Modul

PM "Medienphilosophie 2"

Erwartete Teilnehmer/-innen
Rhythmus
Hyperlink  
Weitere Links Professur Philosophie und Ästhetik
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt]
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Mi. 11:00 bis 12:30 wöch. von 15.04.2026  Bauhausstraße 11 - Seminarraum L      
Gruppe [unbenannt]:
 
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Lederle, Sebastian , Dr.phil.
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Leistungspunkte
B. A. Medienkultur (B.A.), PV2022 - 3
B. A. Medienkultur (B.A.), PV 2023 - 3
Zuordnung zu Einrichtungen
Medienphilosophie
Fakultät Medien
Inhalt
Beschreibung

Das Seminar geht von einer einfachen, aber weitreichenden Diagnose aus: Politisches Handeln, Wahrnehmen und Urteilen findet nicht auf festem Grund statt – es ist situiert, kontingent, konflikthaft, medial vermittelt. Ausgangspunkt ist der in dem Buch "Bodenlos situiert" entwickelte Ansatz einer politischen Phänomenologie von Thomas Bedorf, der den Begriff der Situierung ins Zentrum rückt. Wir nehmen diesen Vorschlag ernst – und treiben ihn zugleich weiter, indem wir ihn systematisch mit neueren Entwicklungen in Medientheorie, Medienphilosophie und Medienökologie ins Gespräch bringen: Was verändert sich, wenn Situierung nicht nur sozial und historisch, sondern auch als mediale und materielle Bedingtheit begriffen wird? Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Ding- und Gegenstandskonzeptionen aus Hermeneutik, Phänomenologie und Kritischer Theorie. Dabei interessiert uns insbesondere ihre (teils überraschende) Nähe zu medienmaterialistischen Perspektiven: Dinge erscheinen dann weniger als stabile Fundamente oder „Böden”, sondern als Operationen des Bedingens – als Gefüge, die Zusammenhänge herstellen, Möglichkeiten eröffnen, Grenzen ziehen und Spielräume konfigurieren. In dieser Sicht sind Dinge nicht das, worauf man steht, sondern das, worin man sich bewegt: Konstellationen, durch die Orientierung, Handlungsfähigkeit und politische Artikulation überhaupt erst Gestalt annehmen.Das Seminar ist lektürezentriert. Wir arbeiten nah am Text, klären Begriffe und Argumentationsgänge Schritt für Schritt und bauen die Diskussion so auf, dass auch komplexe Passagen gemeinsam erschlossen werden können. Besonderer Wert wird auf Verständlichkeit und Didaktik gelegt: kurze Inputs, gemeinsame Lektüresequenzen, begriffliche „Werkzeuge” für die Sitzung – und ausreichend Zeit, um die theoretischen Perspektiven aufeinander zu beziehen und an Beispielen zu erproben.

Literatur

Wird zu Beginn der LV bekannt gegeben

Voraussetzungen

Regelmäßige Teilnahme, Vorbereitung der Texte und Materialien und Diskussion

Leistungsnachweis

Regelmäßige Teilnahme, Vorbereitung der Texte und Materialien und Diskussion + Übernahme eines Referats und Verfassen einer Hausarbeit

Zielgruppe

BA


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:
Medienphilosophie 2  - - - 1

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