| Beschreibung |
Als individueller oder kollektiver Ausdruck von Protest, Verweigerung oder Ungehorsams ist Widerstand an Medien gebunden, die nicht nur dessen politische Reichweite bestimmen, sondern auch seine ästhetische Form: vom Körper der Gesten ausführt, Parolen skandiert, politische Zeichen und Symbole ausstellt (Semiotiken von Kleidung, Uniformen, Fahnen, Flaggen, Plakaten); der die Form eines Massenkörpers annehmen oder aber im Zustand des Hungerstreiks selbst zum politischen Instrument werden kann; über die Sphäre der Objekte, die als Waffen eingesetzt oder (wie die Misthaufen bei den jüngsten Bauernprotesten) zu Barrikaden aufgetürmt werden; bis hin zu sozialen Medien und ›algorithms of resistance‹. Das Seminar untersucht diesen heterogenen Phänomenbestand anhand von Beispielen aus der Geschichte sozialer Bewegungen (Bürger-, Menschen-, und Frauenrechtsbewegungen und der jüngeren LGBTQ+, Indigenous und Environmental Movements). Im Dialog theoretischen Lektüren (Sara Ahmed, Hannah Arendt, Antonio Gramsci, Samira Akbarian, Priyamvada Gopal u.a.) werden wir die Medien politischen Widerstands und seiner spezifischen Medien untersuchen. Thematische Vorschläge der Teilnehmer:innen sind ausdrücklich willkommen und werden bei der Seminarplanung berücksichtigt. |