| Beschreibung |
Besonders für das Design digitaler Produkte und Geschäftsmodelle kommt es nicht nur auf den Verkauf an. Es geht viel stärker darum, Produkte und Geschäftsmodelle so zu gestalten, dass Nutzer:innen durch intuitive Interfaces und unsichtbare Entscheidungsarchitekturen (Choice Architecture) zu wertschöpfenden Handlungen geführt werden – oft ohne dass sie es bemerken. Behavioral Economics liefert hierfür ein realistisches Menschenbild: Statt rationaler Optimierer (Homo oeconomicus) treffen Menschen Entscheidungen unter Zeitdruck, kognitiver Belastung und Einfluss von Heuristiken sowie Biases, was digitale Umgebungen wie Apps, Streaming-Plattformen oder E-Commerce-Systeme zu mächtigen Werkzeugen der Verhaltenslenkung macht. Zentrale Konzepte der Verhaltensökonomie Die Veranstaltung führt in zentrale Konzepte der Behavioral Economics ein. Im Fokus stehen psychologische Verzerrungen (Biases), Entscheidungsheuristiken sowie Prinzipien wie Nudging, Choice Architecture und Loss Aversion. Studierende lernen, wie menschliche Entscheidungsprozesse in digitalen Alltagssituationen systematisch von der klassischen Rationalitätsannahme abweichen und wie diese Erkenntnisse gezielt in der Gestaltung medialer oder digitaler Produkte eingesetzt werden können – etwa durch Defaults, Framing oder Social Proof, um Engagement, Retention und Nutzerzufriedenheit zu steigern.
Methodische Grundlagen Ein wesentlicher Bestandteil des Kurses sind die zugrunde liegenden Methoden der Spieltheorie und experimentellen Wirtschaftsforschung. Studierende wenden diese an, um eigene Nudge-Designs zu testen und zu validieren – ideal für die Entwicklung zukunftsweisender digitaler Geschäftsmodelle.
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