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Y2K, Tradwives, 2016 > 2026 pipeline, Millennial Optimism Era: Die Popkultur steckt in einer Dauerreflexion des Vergangenen. Während Nostalgie oft als bloßer Eskapismus oder rückwärtsgewandte Sehnsucht („Früher war alles besser”) abgetan wird, verbirgt sich hinter ihr ein mächtiges affektives Werkzeug. In diesem Fachkurs untersuchen wir das künstlerische Potential von Nostalgie. Statt in Melancholie zu verharren, fragen wir: Wie können wir die Ästhetisierung des Vergangenen nutzen, um die Brüche der Gegenwart zu reflektieren und Entwürfe für die Zukunft zu begreifen? Seminarinhalte & Methode: • Theoretische Fundierung: Wir erarbeiten ein differenziertes Verständnis von Begriffen wie Svetlana Boyms „reflective nostalgia”, Mark Fishers „Hauntology/Retro” und Zygmunt Baumans „Retrotopia”. • Aesthetics Wiki: In Anlehnung an digitale Archiv-Plattformen erstellen wir eigene Beiträge für ein Kurs-Wiki. Diese Recherche dient als ästhetische Kartografie und Grundlage für die eigene Praxis. Künstlerische Arbeit: Ziel des Semesters ist die Entwicklung einer eigenen Arbeit (Format frei wählbar), die Aspekte von Nostalgie kritisch einbezieht.
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