| Beschreibung |
Ein Vibe ist das schwer Messbare zwischen Menschen, Interfaces und Maschinen – situativ, relational und oft essenziell. Vibes können z. B. locker, sorgend und kreativ sein, aber auch manipulativ, ausschließend oder irritierend. Was vibet hier eigentlich, wenn man von „Vibe-Coding” spricht? Der von Andrej Karpathy geprägte Begriff beschreibt zunächst das Programmieren mit natürlicher Sprache. Das Werkmodul möchte die kritischen und oft ambivalenten Vibes erforschen, die wir gegenüber künstlicher Intelligenz haben, und diese künstlerisch reflektieren. Im Kurs wird untersucht, wie sich KI „anfühlt”, wie sie unsere Stimmungen beeinflusst und wie wir durch künstlerische, performative und soziale Coding-Praktiken neue Vibes erzeugen oder stören. Über Vibes lassen sich Annahmen, Machtverhältnisse und Care-Fragen in KI-Systemen erfahrbar machen. Das Werkmodul verbindet praktische Experimente, performatives und analoges Coding mit der Auseinandersetzung mit Stimmungen. Ziel ist die Entwicklung eines künstlerisch-experimentellen Projekts. Anders als der Titel vielleicht zunächst suggeriert, sind für die Teilnahme keine technischen Vorkenntnisse notwendig, jedoch die Bereitschaft, miteinander in Resonanz zu gehen. Die Teilnahme am Studienmodul „Care for AI” von Irina Kaldrack wird ausdrücklich empfohlen, da vom 26.–31. Mai eine gemeinsame Exkursion und Workshop zum Thema Vibe-Coding im Digital-Care-Play Lab am Lehrstuhl für Theaterwissenschaft in Köln geplant ist. Neben der Summary sowie zwei Vor- und Nachbereitungstreffen wird in diesem Block die Hauptstudienleistung erbracht. Bitte beachten Sie: Der Kurs wird in weiten Teilen auf Englisch stattfinden. Bitte tragen Sie sich ins Moodle des Kurses ein, um über mögliche Änderungen und Updates informiert zu bleiben. |