Im Sommersemester verschiebt sich der Fokus explizit ins Irrationale. Anlass ist die „irrationale” (8.–12. Juni), die die gesamte Universität als Spielfeld für experimentelle Auseinandersetzungen mit Realität, Rationalität und deren Brüchen öffnet. Unter dem Thema „Brot und Spiele” untersuchen wir Mechanismen von Versorgung, Ablenkung, Spektakel und Machterhalt – sowohl im institutionellen Kontext der Universität als auch darüber hinaus. Das Projekt lädt dazu ein, Routinen, Produktionsweisen und Sinnzuschreibungen radikal zu hinterfragen: Was gilt als sinnvoll? Was als Unsinn? Welche Ordnungen strukturieren unseren Alltag? Wie lassen sich durch bildnerische Strategien Störungen erzeugen, Gegenerzählungen formulieren oder neue Spielregeln etablieren? Die Ergebnisse können in kollektive Aktionen münden oder als individuelle künstlerische Statements im Rahmen der „irrationale” sichtbar werden. Erwartet wird die Bereitschaft zu konzeptueller Präzision, experimenteller Offenheit und kontinuierlicher Reflexion im gemeinsamen Diskurs. Das Projekt „Experimentelle Malerei und Zeichnung” versteht Malerei und Zeichnung als offene, forschende Praxis. Bildnerische Mittel dienen nicht allein der Darstellung, sondern fungieren als Werkzeuge, um Wirklichkeit zu untersuchen, zu verschieben und neue Denk- und Handlungsräume zu entwerfen. Im Zentrum steht der künstlerische Prozess als Experimentierfeld für Reflexion, Austausch und die Entwicklung alternativer Narrative. Es empfiehlt sich die parallele Teilnahme am Fachmodul von Roman Liska: 3. iRRATIONALE "Brot und Spiele" |