Wie können ehemalige Warenhäuser zu Impulsgebern einer zukunftsfähigen Innenstadt werden? Am Beispiel des ehemaligen Kaufhauses Zeeck in Dessau-Roßlau untersucht das städtebauliche Entwurfsstudio die Potenziale eines prägenden Bestandsgebäudes als Ankerpunkt urbaner Entwicklung. Im Zentrum des Semesters steht die Entwicklung eines städtebaulichen Entwurfs, der räumliche, soziale, wirtschaftliche und ökologische Anforderungen zusammenführt. Auf der Grundlage von Analysen, Diskussionen und experimentellen Entwurfsansätzen erarbeiten die Teams Konzepte für den Umgang mit dem ehemaligen Kaufhaus und seinem städtischen Umfeld. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht starre Lösungen, sondern stadträumliche Konzepte, die Veränderungsprozesse ermöglichen, Nutzungen flexibel weiterentwickeln, Synergien mit anderen Stadtbausteinen nutzen und Impulse für eine zukunftsfähige Innenstadt setzen. Die Entwurfsarbeit basiert auf individuellen Recherchen, Bestandsanalysen und einer Exkursion nach Dessau-Roßlau. In einem iterativen Arbeitsprozess werden die städtebaulichen Konzepte kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Zeichnungen und Modelle dienen dabei als zentrale Entwurfs- und Kommunikationsmedien. Die enge Verzahnung des Entwurfsstudios mit den Begleitseminaren in den Bereichen Kunst- und Kulturgeschichte sowie Projektentwicklung und Bauökonomie erweitert den Entwurfsprozess um interdisziplinäre Perspektiven. |