Das Seminar setzt unsere Forschungsreihe um das 1981 fertiggestellte Ursulinen-Areal von Josef Lackner fort. Anhand der Gebäude von Schule, Kloster und Wohnheim wollen wir uns weitere Räume dieses Gebäudebestands zunächst zeichnerisch aneignen und anschließend in gebaute Modelle übersetzen – ‘condensed‘, als Raum-Verdichtungen. Lackners Werk zeichnet sich insbesondere durch eine integrale Entwurfshaltung aus, die verschiedenste Ansprüche an unsere Umwelt raumplastisch als Ganzheit verknüpft. Entlang dieser Verschneidungen wollen wir Spielräume beim Gestalten sichtbar machen und Fragmente herauslösen, die wir analog zu Lackner plastisch mit expressiven Miniaturen darstellen – kleine Architekturen aus Papier, die einen eigenständigen Kosmos aufspannen. Anhand unserer Auseinandersetzung dringen wir in unsichtbare Bereiche dieser Gebäude vor und wollen tief schürfen, um wertvolle Schnittstellen dieser Raumverdichtungen lesbar zu machen. Das Ziel ist ein ausdrucksstarkes Modell, das räumliche, funktionale und konstruktive Zusammenhänge als Zoom-In konzentriert lesbar macht. |