| Beschreibung |
Parametrisches Design bedeutet: Parameter steuern Geometrie, indem sie geometrische Eigenschaften wie Längen, Radien oder Transformationen definieren. In Grasshopper sind diese Parameter häufig abstrakte Zahlenwerte, die zumeist über Number Slider definiert und verändert werden. Doch was passiert, wenn diese Werte nicht mehr fiktiv sind, sondern aus der realen Welt kommen?
Im Fachmodul Beyond Sliders (Reale Daten als Parameter – ESP32 und Grasshopper) verbinden wir Sensoren und elektronische Komponenten mit parametrischen Modellen. Der Mikrocontroller ESP32 wird dabei zur Schnittstelle zwischen physischer und digitaler Welt: Bewegungen, Abstände, Licht, Druck oder andere Messwerte werden durch entsprechende Sensoren erfasst und direkt zur Steuerung von Geometrie in Grasshopper genutzt. Über die serielle Schnittstelle (COM) entsteht dabei ein unkomplizierter und unmittelbarer Datenfluss zwischen Elektronik und digitalem Modell. Damit öffnet sich ein weites Feld für gestalterische Experimente: Interaktive Gestaltungsumgebungen und Interfaces, reaktive anpassbare Objekte, experimentelle Eingabegeräte oder virtuelle Skizzier- und Designtools sind nur einige mögliche Anwendungen. Sensoren dienen dabei nicht nur der Messung. Sie können zum Ausgangspunkt neuer Entwurfsprozesse werden, in denen Umgebung, Bewegung und physische Interaktion unmittelbar auf digitale Geometrie einwirken.
Ziel des Fachmoduls ist es, grundlegende Kenntnisse in Grasshopper, Elektronik und Sensorik zu vermitteln und diese praktisch miteinander zu verbinden. Der Einsatz von KI unterstützt dabei insbesondere den Einstieg in Programmierung und technische Entwicklung. So entstehen erste interaktive Systeme, in denen reale Daten zu Parametern und damit zu einem aktiven Designprozess werden. |