Das Fachmodul vermittelt die gestalterischen und handwerklichen Grundlagen der Formverleimung aus Furnier. In diesem Semester ist es eng an das Projektmodul von jun. Prof. Thomas Pearce angebunden: Die vermittelten Skills bilden die technische und materielle Grundlage für die gestalterische Projektarbeit. Im Zentrum steht das Herstellungsverfahren, das in drei Schritten vermittelt wird: 1. Gebogene Flächen Der erste Schritt widmet sich dem Zusammenspiel von physischem Material und digitaler Gestaltung. Der Workflow gliedert sich in mehrere Stufen: • Kennenlernen des Materials über einfache Studien aus Papier und Pappe: Wie verhält sich eine gebogene Fläche? • Digitales Weiterzeichnen der gewonnenen Erkenntnisse in Rhino 3D. • Rückübertragung der digitalen Ergebnisse in ein physisches Pappmodell. So entsteht ein fortlaufender Austausch zwischen physischem Materialverständnis und digitaler Gestaltung. Dabei wird erprobt, was das Material leisten kann und wo seine Grenzen liegen. 2. Formenbau Aus digitalen Modellen werden Pressformen hergestellt, mithilfe von 3D-Druck, CNC-Fräsen oder Schablonen. Zentrale Fragen dabei: Wie lassen sich die gewünschten Formen herstellen? Und welche Anforderungen ergeben sich daraus für die Form? 3. Herstellung Der dritte Schritt findet praktisch in der Werkstatt statt: Hier erfolgt die tatsächliche Herstellung aus Furnier. Wichtige Fragen sind zum Beispiel: Wie viel Übermaß braucht es, um am Ende die gewünschte Form zu erreichen? Wie erfolgen Zuschnitt und Bohrungen? Diese drei Schritte werden intensiv in den ersten vier Wochen des Semesters erarbeitet, jeweils an einem ganztägigen Termin (8 Stunden). Im weiteren Verlauf werden die gelernten Skills auf das Projekt angewendet. Die einzelnen Arbeitsprozesse werden, orientiert an den drei Herstellungsschritten, der Gruppe vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Ziel ist der gemeinsame Aufbau von Wissen. Zum Ende des Semesters begleitet das Fachmodul die konkrete Herstellung der Projektarbeiten. In individuellen Konsultationen erfolgt eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Herstellung der einzelnen Arbeiten. Organisatorisches: Das Modul ist in Arbeitsphasen aufgeteilt, die sich am gestalterischen Prozess des Projektmoduls orientieren. Die Semesterwochenstunden werden dafür komprimiert: Die einzelnen Sessions dauern in der Regel 8 Stunden (inklusive Pausen). Das Fachmodul findet deshalb nicht jede Woche statt, sondern in einer unregelmäßigen Struktur. Dies ist bei der eigenen Semesterplanung zu berücksichtigen. Anwesenheit: Die Mitarbeit in Präsenz ist Teil der Prüfungsleistung. Bei mehr als 3 Fehltagen kann das Modul nicht zur Prüfung angemeldet werden. Bei längeren Krankschreibungen oder anderen Gründen für einen längeren Ausfall finden sich im persönlichen Gespräch individuelle Lösungen. Kursbelegung: Alle Studierenden aus dem Projektmodul von Jun. Prof. Thomas Pearce nehmen automatisch auch an diesem Fachkurs teil. Bitte zu berücksichtigen bei der Kurswahl! Prüfungsleistung: Die Prüfungsleistung stellt sich aus der Mitarbeit, der Abgabe digitaler und Physischer Entwürfe zusammen. |