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SoSe 2026

Demokratische Erhabenheit – Selbstverständliche Präsenz - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Projektmodul SWS 8
Veranstaltungsnummer 126120901 Max. Teilnehmer/-innen
Semester SoSe 2026 Zugeordnetes Modul

Architektur, M.Sc. PO 2025

Projektmodul - Architektonischer Entwurf

Architektur, M.Sc. PO 2020

Projektmodul - Entwurf

Erwartete Teilnehmer/-innen
Rhythmus einmalig
Hyperlink https://www.uni-weimar.de/de/architektur-und-urbanistik/professuren/entwerfen-und-komplexe-gebaeudelehre/aktuelles/
Sprache deutsch und englisch (zweisprachig)
Termine Gruppe: [unbenannt]
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Do. 09:15 bis 16:45 Einzel am 09.04.2026 Belvederer Allee 1b - Stud. Arbeitsraum 302      
Einzeltermine anzeigen
Do. 09:15 bis 16:45 wöch. 16.04.2026 bis 25.06.2026  Belvederer Allee 1b - Stud. Arbeitsraum 302      
Gruppe [unbenannt]:
 
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Springer, Jörg Ernst Julius, Prof., Dipl.-Ing. verantwortlich
N.N.,  begleitend
Aust, Manuel , Master of Science begleitend
Hennig, Florian , Dipl.-Ing. begleitend
Steffen, Juliane
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Leistungspunkte
M. Sc. Architektur (M.Sc.), PV2020 1 - 3 12
M. Sc. Architektur (M.Sc.), PV2025 1 - 3 12
Zuordnung zu Einrichtungen
Entwerfen und komplexe Gebäudelehre
Inhalt
Beschreibung

Demokratische Erhabenheit

Zum architektonischen Ausdruck öffentlicher Bauten

Aus gutem Grund ist der Versuch, mit öffentlichen Bauten unsere öffentlichen Institutionen auch architektonisch darstellen zu wollen, in Deutschland kontaminiert. Bis heute wirkt der unheilvolle Anspruch eines "tausendjährigen Reiches” nach, das noch in den künftigen Ruinen seiner Bauten ewige Größe erkannt wissen wollte. Die in der Nachkriegszeit naheliegende Hinwendung zu einer vermeintlich demokratischen Neomoderne gipfelte dann Anfang der 90er-Jahre in einer ebenso platten wie irrtümlichen (und dennoch erfolgreichen) Gleichsetzung von Glasfassade mit demokratischer Transparenz.

Unübersehbar ist heute, dass diese Leitbilder in der Breite der Bauten für demokratische Einrichtungen einer gewissen Beliebigkeit, allzu oft sogar einer ostentativen ästhetischen Anspruchslosigkeit den Weg geebnet haben, die sich auch rückblickend nur schwerlich als vornehme Bescheidenheit beschönigen läßt. So muß im Verfall des Anspruchs an die gebaute Darstellung heute auch ein Abbild der Krise der Institutionen selbst gesehen werden. Für uns Anlass genug, gerade in dieser Zeit einen Versuch zu wagen, den gebauten Ausdruck demokratischer Institutionen in einer Weise neu zu denken, die deren Wert für unsere Gesellschaft angemessen zu vermitteln vermag.

Selbstverständliche Präsenz

Angesichts einer durch funktionalistische Begründungen nur unzureichend kaschierten architektonischen Anspruchslosigkeit vieler öffentlicher Bauten muss deren ebenso unambitionierte “Sanierung” heute geradezu als mutwillige Verunstaltung wahrgenommen werden. Auch der gewiss gutgemeinte Verweis auf den Erhalt der im Bestand gebundenen “Grauen Energie”, kann die Weigerung (oder die Unfähigkeit) der Handelnden, sich ernsthaft mit dem Ausdruck und der Wirkung des Gebauten auseinanderzusetzen, nicht verdecken.

Derart, “gewöhnlichen” Aufgaben wollen wir uns im Sommer am Beispiel tatsächlich anstehender Sanierungsprojekte in Berlin zuwenden. Im Sinne unseres Semesterthemas werden dabei weniger die technischen und funktionalen Aspekte, sondern vielmehr der heute angemessene Ausdruck gemeinschaftlicher, demokratischer Institutionen Gegenstand unserer Arbeiten sein.

Bemerkung

Das entwurfsbegleitende Seminar heißt “Der unsentimentale Versuch eines Bauteilkatalogs” und die Exkursion führt uns nach Stockholm.

Das Thema kann auch als Thesis bearbeitet werden.

Wir vergeben für die Bachelor- und Master-Entwürfe sowie für die Bachelor- und Master-Thesis vorab je 5 Entwurfsplätze. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15.03.26. Bewerbungen (aussagekräftiges Portfolio, Motivationsschreiben, Lebenslauf) bitte ausschließlich per Mail an juliane.steffen[at]uni-weimar.de.

Voraussetzungen

Master Studierende Architektur

Leistungsnachweis

Entwurfspräsentation am Ende des Semesters

Das Projektmodul wird mit einer Note und 12 ECTS bewertet.

Zielgruppe

Master Studierende Architektur


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:
Projekt-Module  - - - 1
Projekt-Module  - - - 2

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